Aesthetica und Anaesthetica. Philosophische Überlegungen by Odo Marquard

By Odo Marquard

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Der kleine Wählerhasser: Was Politiker wirklich über die Bürger denken

Used to be Politiker wirklich über ihre Wähler denkenÜber die Politikverdrossenheit der Bürger ist viel geschrieben und alles gesagt. Höchste Zeit, endlich auch über die Bürgerverdrossenheit der Politiker zu reden! Denn used to be die Politiker über die Deutschen denken, prägt die Politik, die sie für die Deutschen machen – und zwar viel stärker als jedes Parteiprogramm.

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Sie preiszugeben. Zweifellos: das wirklich Schöne bleibt für Hegel der Idmsischen Kllnstform vorbehalten: Die klassische Kunstform nämlich hat das höchste erreicht. was die Kunst ... zu leisten vermag. und wenn an ihr etwas mangelhaft ist. so ist es nur die Kunst selber und die Beschränktheit der Kunstsphäre ... n ... die klassische Kunst (ward) ... die Vollendung des Reichs der Schönheit. Schöneres bnn nicht sein und werden. J6 Aber was folgt daraus? Doch nur dieses: die nachklassische und besonders die heutige Kunst kann optimal nicht mehr durch Schönheit defmien werden.

Daß sie alle Privilegien angreift. gewinnt sie selber das absolute. das Privilegienabschaffungsprivileg; gerade dadurch. daß sie gegen Autonomien - etwa die Autonomie der Kunst - zu Felde zieht. erreicht sie für sich selber jene Autonomie. die die Heteronomie für die anderen ist; gerade dadurch. daß sie jede Unterdrückung verdammt. wird sie selber zur Unterdrückung. und gerade dadurch. daß sie gegen das Parasitäre sich wendet. wird sie selber das Parasitäre. Je mehr sie sich dadurch - gemessen an ihrem eigenen Maßstab - ins Unrecht setzt.

Geltend macht. und indem sie das. was in dieser Wirklichkeit offiziell alles ist und totale Geltung beansprucht. in dieser totalen Geltung 50 Exile der Heiterkeit negien. Die Heiterkeit der Kunst besteht darin, daß sie - indem sie anderes ins Spiel bringt - den Ernst zum Moment herunterspiele. Das ist ihr freilich nur möglich, weil der Lebenscrnst immer schon überboten ist durch den Ablebensernst; zum Moment herunterspielen kann die Kunst den Ernst der Wirklichkeit deswegen, weil sie sich mit dem verbündet, was ihn an Ernst überbietet: dem eigenen Tod.

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