Der Begriff der Zeit (1924) by Martin Heidegger

By Martin Heidegger

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Fallsammlung zum Gesellschaftsrecht: 10 Klausuren und 307 Prüfungsfragen (Juristische ExamensKlausuren)

Die Fallsammlung deckt das gesamte examensrelevante Spektrum zum Gesellschaftsrecht ab. Neben Personen- und Kapitalgesellschaftsrecht werden auch Grundzüge des Konzernrechts erfasst. Das Klausurentraining dient Studierenden und Examenskandidaten zur Wiederholung, Vertiefung und fallbezogenen Anwendung des Prüfungsstoffes.

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Das Aussprechen ist seinem Sinn und Anspruch nach auslegungsmäßig erschließend. Das Gesprochene und gesprochene teilt Auslegungen mit. Das Nachsprechen sagt die Sätze und versteht sie in einer ihm gemäßen Durchschnittlichkeit. Es entbindet sich von einem Zurückgehen auf das, worüber es spricht. I h m genügt das Gesagtsein als solches, mag das, worüber die Rede geht, anders sich verhalten — sich verändert haben. Dieses bodenlose Gesagtsein reicht aber hin, die Auslegung und jeweilig darin beschlossene Selbstauslegung in ihrer Leistung (der Ausbildung der Entdecktheit) zu verkehren.

Das verweilende Hinsehen auf die ist zunächst nur die Modification der Umsicht. Die in dieser erschlossene ist für das Hinsehen immer schon da. Nur folgt jetzt das besorgende Insein nicht mehr verrichtend den Verweisungen des » U m - z u « , sondern betrachtet die in ihnen begegnende (Bedeutsamkeit) lediglich nach ihrem »Als was«. Zwar bleibt das Hinsehen der Neugier gerade nicht bei dem schon aus der Umsicht her Vertrauten. Über den Umkreis des Alltags hinaus besorgt die Neugier das Erschließen des noch Fremden, Neuen, so zwar, daß sie auch bei dem nunmehr zugänglich Gewordenen nicht verweilen mag, sondern mit seiner Hilfe Ü b e r die curiositas als cupiditas experiendi (concupiscentia und den Vorrang des Sehens v g l .

D a m i t sind Ausgang u n d Weg einer Nachforschung die Z e i t vorgezeichnet: von der E w i g k e i t zur Zeit. Diese Fragestellung ist in O r d n u n g u n ter der einen Voraussetzung, d a ß w i r die E w i g k e i t kennen u n d h i n r e i c h e n d verstehen. Sollte aber E w i g k e i t etwas anderes bedeuten als das leere I m m e r w ä h r e n d sollte Gott die E w i g k e i t sein, dann m u ß die zuerst nahegelegte A r t der Zeitbetrachtung solange i n einer Verlegenheit bleiben, als sie n i c h t u m Gott w e i ß .

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